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Der trikline Lebensstil zeichnet sich durch eine sehr große Offenheit
aus. Viele "trikline" Menschen fühlen sich wegen dieser Offenheit
sehr verletzlich und sehen sich auch sehr leicht als Opfer von Umständen, die
von außen auf sie wirken und denen sie (mehr oder weniger) hilflos ausgeliefert
sind. Dies führt manchmal zu extremen Stimmungsschwankungen, die auch zu
allererst bei der Erforschung des triklinen Lebensstils aufgefallen sind. Das
trikline Leben gleicht häufig einer emotionalen Achterbahn, die Stimmung und
die inneren Gefühle eines solchen Menschen können innerhalb kurzer Zeit
buchstäblich zwischen den klassischen Extremen schwanken: Himmelhoch jauchzend
- zu Tode betrübt.
Kennzeichnend für diese schwierige Seite des triklinen Lebensstils ist auch, das selbst sehr kleine, unscheinbarer äußere Einflüsse zu extrem starken Veränderungen in der Stimmung des betreffenden Menschen führen können - ein 'falsches' Wort kann reichen um den tiefsten Abgrund aufzutun, ein 'richtiger' Hinweis kann diesen Menschen zu ungeahnte Stimmungsgipfeln der Hoffnung und der Zuversicht führen. Auch dies ist ein Zeichen für die starke Offenheit des triklinen Lebensstils, die es vielen Menschen schwer macht, sich in einem angemessenen Maß von den äußeren Einflüssen frei zu machen, bzw. vor ihnen zu schützen. Der Ansturm unterschiedlichster Einflüsse überwältigt oder unterdrückt einen, wodurch die Offenheit zur Verletzlichkeit wird und die Kontrolle des Lebens zu entgleiten droht.
Jedoch kann die starke Fähigkeit zur Offenheit und zur subtilen Wahrnehmung auf allen Ebenen auch ein Segen sein: Wenn es gelingt, dieses Potential zu nutzen, kann man diese sehr feine Wahrnehmung bis hin zur willentlich kontrollierten Hellsichtigkeit steigern, zur sensiblen Wachheit und brillianten Aufmerksamkeit.
Ein Mensch, der das beherrscht ist in der Lage, die subtilsten Einflüsse instinktiv zu "wittern" und böse Überraschungen schon von Ferne zu erahnen. Auf diese Art kann zwar keine Kontrolle über das eigene Leben im hexagonalen Sinn erreicht werden, aber dafür eine "glückliche Hand im Spiel des Lebens"...
Den triklinen und den monoklinen Lebensstil zu unterscheiden,
fällt auf den ersten Blick oft schwer, ist aber im Prinzip ganz einfach: Beim
monoklinen Lebensstil beherrscht meist der Zwei-fel das Bild. Dabei geht es in
erster Linie darum, daß ein Mensch von einem Problem oder einer Situation
überfordert ist, und sich zu keiner sinnvollen Entscheidung imstande fühlt.
Die Lösung hierfür liegt denn auch im Verstand: Mit einer bewussten
Entscheidung ist man fast immer einen Schritt weiter.
Beim triklinen Lebensstil hingegen ist das Auf und Ab der Gefühle der
entscheidende Faktor, dem man auch mit noch so klaren bewussten Entscheidungen
nicht beikommen kann. Hier ist tatsächlich eine Auseinandersetzung mit der
Gefühlswelt vonnöten. Hinzu kommt, daß das trikline 'Auf und Ab' praktisch
immer durch äußere Einflüsse bewirkt wird, wenngleich diese sehr subtil und
kaum bewußt sein können, während das monokline 'Hin und Her' praktisch immer
durch eine innere Unklarheit ausgelöst wird.
Quellen:
Datei: die-steinheilkunde/01einführung/triklin.html,
© Michael Gienger / Wolfgang Maier