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Der trigonale Lebensstil

Der trigonale Lebensstil läßt sich am besten mit dem Begriff "Beständigkeit" in Worte fassen. Das wesentliche Merkmal des Trigonalen ist der Wunsch, alles möge einfach so bleiben, wie es ist. Allerdings nur innerhalb eines gewissen Rahmens: "Trigonale" Menschen wünschen sich vor allem Einfachheit. Ihr Leben soll einfach und überschaubar sein, die Welt soll einfach und verständlich sein und wenn sie etwas tun, dann wählen sie in der Regel den einfachsten denkbaren Weg.

Dies führt erstaunlicherweise dazu, das "trigonale" Menschen, wenngleich sie nicht unbedingt sehr kreativ sind, doch viele gute  Ideen haben. Alle Erfindungen, die dazu führen, das das Leben einfacher und bequemer wird, basieren auf einer trigonalen Absicht: Jemand will nicht so viel Mühe haben und sucht daher nach einer einfachen Lösung. Ist diese einmal gefunden, dann schlägt der Wunsch nach Beständigkeit wieder durch: Bloß alles so lassen wie es ist! Dinge werden immer wieder auf dieselbe Art und Weise getan, einfach, weil diese gut funktioniert (oder mal gut funktioniert hat).

Der trigonale Lebensstil hat daher einen sehr praktischen Aspekt: "Trigonale" Menschen können sehr wohl anpacken und sehr effektiv arbeiten. Sie machen es sich halt einfach dabei. Kein "trigonaler" Mensch wird jemals das Rad neu erfinden, wenn er es doch bei seinem Nachbar aus dem Keller holen kann. Das ist praktische Einfachheit.

Der trigonale Lebensstil beinhaltet sowohl das Talent, genügsam zu sein und Lebenssituationen so zu lassen bzw. akzeptieren wie sie sind, als auch die Gefahr der Trägheit und des Stillstand:. Zufriedenheit und Pragmatismus als Stärke sowie Bequemlichkeit und Konfliktscheu als Schwäche können daraus resultieren. Wenn diese Schwäche durchschlägt, dann besteht  selbst bei vorhandener Notwendigkeit meist nur wenig Motivation zur Veränderung. Solange es irgendwie geht, wird das beibehalten was schon immer funktioniert hat.

Im Gegensatz zum Kubischen wird beim Trigonalen jedoch nicht zwanghaft am Bestehenden festgehalten. und schon gar nicht wird mit viel Aufwand und Kraftanstrengung irgendetwas aufrechterhalten, nur weil es so sein muß. Der Übergang zwischen dem trigonalen "das machen wir so, weil es schon immer so war" und dem kubischen "so gehört sich das, das ist die Ordnung der Dinge" ist von außen manchmal schwer erkennbar. Allerdings ist die zugrundeliegende Motivation völlig anders: Beim kubischen Lebensstil ist es die Angst vor dem Fehlen von Strukturen und der Verlust des (inneren) Haltes, der dazu führt, daß die bestehende Ordnung mit aller Kraft verteidigt wird, beim trigonalen ist es vor allem die Bequemlichkeit und die Denkweise, daß das was schon immer so war, ja eigentlich gut genug für einen ist.

Ein Mensch mit trigonalen Lebensstil lässt den Dingen einfach ihren "natürlichen Lauf" und mischt sich nicht ein. Er bleibt sich selbst treu und gestattet ganz einfach auch der Welt um sich herum, so zu sein, wie sie ist. Dies kann einerseits zum "Aussitzen" von Situationen führen, in denen dringender Handlungsbedarf besteht, ergibt aber andererseits auch eine Beständigkeit, die hilft, alle Schwierigkeiten und Probleme zu überleben....

Liste trigonaler Steine


Quellen:
Datei: die-steinheilkunde/01einführung/trigonal.html,
  © Michael Gienger / Wolfgang Maier